Die religiös-ethisch-philosophische Dimension von Bildung
Der Anspruch einer ganzheitlichen Begabungsförderung umfasst neben der kontinuierlichen Erforschung des Wesens vielfältiger Begabungen gerade auch die religiös-ethisch-philosophische Dimension von Bildung, eine Dimension, die im jüdisch-christlichen Weltbild grundgelegt ist und jeden jungen Menschen als ein von Gott angenommenes Geschöpf versteht.
Die Sehnsucht des Menschen nach Sinn, die Entwicklung von Visionen, das Bedürfnis, sein Leben in einen größeren und zielgerichteten Zusammenhang zu stellen, die Suche nach gültiger Wertorientierung und Tragfähigkeit gehören zum Wesen des Menschen und sollen mit den Prinzipien der Begabungsförderung zusammengeschaut werden.
Gemeinschafts- und Wertorientierung
Durch die Angebote von TIBI werden nicht nur hochbegabte Kinder und Jugendliche in besonderer Weise gefördert, sondern es wird Bedacht darauf gelegt, dass ihr Potenzial gemeinschaftsfördernd eingesetzt wird.
Nicht nur intellektuelle Begabungen, die später einmal auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, stehen im Blickpunkt des pädagogischen Handelns, sondern auch solche im Bereich des Sozialen, des Musisch-Kreativen, des Philosophischen.
Ziel ist, dass die verschiedenen Begabungen wert- und gemeinwohlorientiert so gefördert werden, dass nicht nur das TIBI, das "Für dich", sondern auch das NOBIS, das "Für uns" zum Tragen kommt.
Profilbildung an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien
Die Erfahrungen und Initiativen, die im Rahmen von TIBI gemacht und gesetzt wurden, fließen seit Oktober 2007 in das Profil der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien ein.
Eine gezielte Bildungsarbeit mit dem Anspruch auf personzentrierte Förderung, die auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse aller SchülerInnen gerichtet ist, setzt spezifische Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen voraus. Diese sollen über ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot, das Professionalisierung und Kompetenzsteigerung der PädagogInnen zum Ziel hat, gewährleistet werden.
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