Begabungsförderung als pädagogische Vision

In der Schule des 21. Jahrhunderts stellen Begabungs- und Begabtenförderung Grundpfeiler jeder unterrichtlichen Tätigkeit dar, vom frühen Kindergarten bis zu den und sogar über die Abschlussklassen der jeweiligen Schularten hinaus.

Diese pädagogische Herausforderung greifen die MitarbeiterInnen von TIBI, die aus dem wissenschaftlichen Bereich, der pädagogischen Praxis und der Beratung kommen, auf.

Es gilt, die Potenziale jedes Kindes und jedes Jugendlichen in seiner je spezifischen Situation zu entdecken, zu fördern und ihm bei der Entfaltung und Verwirklichung seiner Anlagen unterstützend zur Seite zu stehen. Begabungsförderung versteht sich somit als ein Instrument, die sinnvolle Gestaltung des eigenen Lebens zu deuten, einzuordnen, zu bewerten.

 

 

 

Die religiös-ethisch-philosophische Dimension von Bildung

Der Anspruch einer ganzheitlichen Begabungsförderung umfasst neben der kontinuierlichen Erforschung des Wesens vielfältiger Begabungen gerade auch die religiös-ethisch-philosophische Dimension von Bildung, eine Dimension, die im jüdisch-christlichen Weltbild grundgelegt ist und jeden Menschen als einzigartiges Geschöpf versteht.

Die Sehnsucht des Menschen nach Sinn, die Entwicklung von Visionen, das Bedürfnis, sein Leben in einen größeren und zielgerichteten Zusammenhang zu stellen, die Suche nach gültiger Wertorientierung und Tragfähigkeit gehören zum Wesen des Menschen und sollen mit den Prinzipien der Begabungsförderung zusammengeschaut werden.

 

 

Gemeinschafts- und Wertorientierung

Durch die Angebote von TIBI wird nicht nur die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher angeregt, sondern es wird Bedacht darauf gelegt, dass ihr Potenzial gemeinschaftsfördernd eingesetzt wird.

Nicht nur intellektuelle Begabungen, die später einmal auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, stehen im Blickpunkt des pädagogischen Handelns, sondern auch solche im Bereich des Sozialen, des Musisch-Kreativen, des Philosophischen.

Ziel ist, dass die verschiedenen Begabungen wert- und gemeinwohlorientiert so gefördert werden, dass nicht nur das TIBI, das "Für dich", sondern auch das NOBIS, das "Für uns" zum Tragen kommt.

 

 

Profilbildung an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien

Die Erfahrungen und Initiativen, die im Rahmen von TIBI gemacht und gesetzt werden und wurden, fließen seit Oktober 2007 in das Profil der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien ein.

Eine gezielte Bildungsarbeit mit dem Anspruch auf personzentrierte Förderung, die auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse aller SchülerInnen gerichtet ist, setzt spezifische Kenntnisse, Fertigkeiten und Einstellungen voraus. Diese sollen über ein umfassendes Fort- und Weiterbildungsangebot, das Professionalisierung und Kompetenzsteigerung der PädagogInnen zum Ziel hat, gewährleistet werden.